Sport – mehr Platz für Bewegung - Situation Sportbetrieb
Für rund 800 Schülerinnen und Schüler stehen heute lediglich zwei Sporthallen zur Verfügung. Gleichzeitig ist die Ausstattung der bestehenden Hallen teilweise veraltet.
Um den schulischen Bedarf abzudecken, müssen bereits heute Sporthallen der Sekundarschule Ruopigen zugemietet werden. Dafür entstehen jährliche Kosten von rund CHF 40'000. Auch die zusätzliche Nutzung durch Sportvereine führt zu Engpässen. Für Turniere, Schulfeste und Maturaprüfungen stehen heute ebenfalls nicht genügend geeignete Hallenflächen zur Verfügung. Der Erweiterungsbau soll deshalb die Sportinfrastruktur langfristig verbessern und zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten schaffen.
Visualisierung Turnhalle
Schule im Wandel - Neue Anforderungen an das Lernen
Die Schulwelt verändert sich. Neue pädagogische, didaktische und methodische Ansätze stellen auch neue Anforderungen an die räumliche Gestaltung von Schulen.
Im Zentrum stehen heute:
- Individualisiertes Lernen
- Teamarbeit und Sozialkompetenz
- Projektunterricht und Interdisziplinarität
- Problemlösefähigkeit und Kreativität
- Digitalisierung und Laptop-Unterricht
- Medienkompetenz und der Umgang mit Künstlicher Intelligenz
Der Erweiterungsbau reagiert auf diese Entwicklungen und schafft Räume, die unterschiedliche Formen des Lernens ermöglichen.
Pädagogische Bedeutung - Räume für unterschiedliche Lernformen
Moderne Bildung braucht mehr als klassische Klassenzimmer. Schülerinnen und Schüler arbeiten individuell, in Gruppen, projektorientiert oder digital. Die Architektur soll diese unterschiedlichen Formen des Lernens unterstützen.
Geplant sind:
- flexible und multifunktionale Räume
- offene Lernlandschaften
- Gruppenarbeitsräume
- Rückzugsorte für konzentriertes Lernen
- Begegnungszonen für Austausch und Kommunikation
- zeitgemässe digitale Infrastruktur
Architektur unterstützt Pädagogik
Der Erweiterungsbau verbindet Architektur und Pädagogik. Die räumliche Vielfalt unterstützt selbstständiges Lernen ebenso wie Zusammenarbeit, Kreativität und Austausch.
Auch die Freiräume sind Teil des pädagogischen Konzepts. Die Aussenanlagen sollen nicht nur der Erholung dienen, sondern unterschiedliche Möglichkeiten für Begegnung, Bewegung, Aufenthalt und Lernen bieten. Grosszügige und vielfältig gestaltete Freiräume ergänzen die Innenräume und stärken den campusartigen Charakter der Anlage.
Architektur und Schulkultur - Offenheit, Transparenz und Identität
Die Architektur orientiert sich an der Schulkultur und schafft eine Umgebung, die Offenheit, Transparenz und Begegnung fördert. Eine klare Baustruktur, grosszügige Freiräume und vielfältig nutzbare Bereiche geben der erweiterten Schulanlage eine neue Identität. Bestehendes und Neues sollen dabei zu einem zusammenhängenden Campus verbunden werden. Im Zentrum stehen
Offenheit Räume und Sichtbeziehungen fördern Kommunikation und Austausch.
Transparenz Die Architektur schafft Orientierung und macht gemeinschaftliches Leben sichtbar.
Identität Der Erweiterungsbau stärkt den Standort und entwickelt die bestehende Schulkultur weiter.
Nachhaltigkeit Die Gebäude und Freiräume werden langfristig, ressourcenschonend und zukunftsorientiert geplant.
Visualisierung Atrium OG
Nachhaltiger Campus - Nachhaltigkeit als Grundprinzip
Mit dem Erweiterungsbau entsteht eine nachhaltige, campusartige Schulanlage. Neben der architektonischen Qualität steht insbesondere ein energieeffizienter und ressourcenschonender Betrieb im Fokus. Auf dem Flachdach des Neubaus ist eine maximal mögliche Photovoltaikanlage vorgesehen. Sie ermöglicht die Produktion von erneuerbarer Energie direkt am Schulstandort. Das bestehende Hauptgebäude ist bereits Minergie-zertifiziert. Für den Erweiterungsbau wird ebenfalls eine entsprechende Nachhaltigkeitszertifizierung angestrebt.