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Dienststelle Immobilien


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Erweiterung Kantonsschule Reussbühl

Warum braucht es die Erweiterung?

Steigende Schülerzahlen
Heute besuchen rund 800 Schülerinnen und Schüler in 38 Klassen die Kantonsschule Reussbühl. Zusätzlich nutzen rund 200 Studierende die Räumlichkeiten der Erwachsenenmaturitätsschule (MSE).Die bestehenden Kapazitäten reichen langfristig nicht aus. Gemäss Prognosen wird die maximale Kapazität von 41 Klassen bis 2030 überschritten.

Bereits heute zeigen sich die Folgen in Form von:

  • Raumengpässen
  • schwieriger Stundenplanung
  • fehlenden Spezialräumen
  • eingeschränkten Nutzungsmöglichkeiten
  • zusätzlichem Bedarf an extern zugemieteten Räumen

Der Erweiterungsbau schafft die notwendigen räumlichen Voraussetzungen, um die Entwicklung der Schule langfristig aufzufangen.

Räumliche Entlastung
Mit dem Erweiterungsbau wird die Kapazität der Schule um 18 Klassen erhöht. Damit entsteht deutlich mehr Platz für Unterricht, Spezialnutzungen und gemeinschaftliche Aktivitäten.

Vorgesehen sind:

  • 20 zusätzliche Normalschulzimmer
  • Ausbau der Spezialräume für Naturwissenschaften, Informatik und Kunst
  • Erweiterung der Mensa durch einen zusätzlichen Pavillon
  • zusätzliche flexible Lern- und Arbeitsbereiche
  • neue Begegnungs- und Aufenthaltszonen

Der Neubau ermöglicht eine flexiblere Organisation des Schulbetriebs und reduziert die bestehenden Raumengpässe.

 

 

Projektbeschrieb

Sport – mehr Platz für Bewegung - Situation Sportbetrieb

Für rund 800 Schülerinnen und Schüler stehen heute lediglich zwei Sporthallen zur Verfügung. Gleichzeitig ist die Ausstattung der bestehenden Hallen teilweise veraltet.
Um den schulischen Bedarf abzudecken, müssen bereits heute Sporthallen der Sekundarschule Ruopigen zugemietet werden. Dafür entstehen jährliche Kosten von rund CHF 40'000. Auch die zusätzliche Nutzung durch Sportvereine führt zu Engpässen. Für Turniere, Schulfeste und Maturaprüfungen stehen heute ebenfalls nicht genügend geeignete Hallenflächen zur Verfügung. Der Erweiterungsbau soll deshalb die Sportinfrastruktur langfristig verbessern und zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten schaffen.

Visualisierung Turnhalle 

Schule im Wandel - Neue Anforderungen an das Lernen

Die Schulwelt verändert sich. Neue pädagogische, didaktische und methodische Ansätze stellen auch neue Anforderungen an die räumliche Gestaltung von Schulen.
Im Zentrum stehen heute:

  •  Individualisiertes Lernen
  •  Teamarbeit und Sozialkompetenz
  •  Projektunterricht und Interdisziplinarität
  •  Problemlösefähigkeit und Kreativität
  •  Digitalisierung und Laptop-Unterricht
  •  Medienkompetenz und der Umgang mit Künstlicher Intelligenz

Der Erweiterungsbau reagiert auf diese Entwicklungen und schafft Räume, die unterschiedliche Formen des Lernens ermöglichen.

Pädagogische Bedeutung - Räume für unterschiedliche Lernformen

Moderne Bildung braucht mehr als klassische Klassenzimmer. Schülerinnen und Schüler arbeiten individuell, in Gruppen, projektorientiert oder digital. Die Architektur soll diese unterschiedlichen Formen des Lernens unterstützen.

Geplant sind:

  • flexible und multifunktionale Räume
  • offene Lernlandschaften
  • Gruppenarbeitsräume
  • Rückzugsorte für konzentriertes Lernen
  • Begegnungszonen für Austausch und Kommunikation
  • zeitgemässe digitale Infrastruktur

Architektur unterstützt Pädagogik

Der Erweiterungsbau verbindet Architektur und Pädagogik. Die räumliche Vielfalt unterstützt selbstständiges Lernen ebenso wie Zusammenarbeit, Kreativität und Austausch.
Auch die Freiräume sind Teil des pädagogischen Konzepts. Die Aussenanlagen sollen nicht nur der Erholung dienen, sondern unterschiedliche Möglichkeiten für Begegnung, Bewegung, Aufenthalt und Lernen bieten. Grosszügige und vielfältig gestaltete Freiräume ergänzen die Innenräume und stärken den campusartigen Charakter der Anlage.

Architektur und Schulkultur - Offenheit, Transparenz und Identität

Die Architektur orientiert sich an der Schulkultur und schafft eine Umgebung, die Offenheit, Transparenz und Begegnung fördert. Eine klare Baustruktur, grosszügige Freiräume und vielfältig nutzbare Bereiche geben der erweiterten Schulanlage eine neue Identität. Bestehendes und Neues sollen dabei zu einem zusammenhängenden Campus verbunden werden. Im Zentrum stehen

Offenheit Räume und Sichtbeziehungen fördern Kommunikation und Austausch.
Transparenz Die Architektur schafft Orientierung und macht gemeinschaftliches Leben sichtbar.
Identität Der Erweiterungsbau stärkt den Standort und entwickelt die bestehende Schulkultur weiter.
Nachhaltigkeit Die Gebäude und Freiräume werden langfristig, ressourcenschonend und zukunftsorientiert geplant.

Visualisierung Atrium OG

Nachhaltiger Campus - Nachhaltigkeit als Grundprinzip

Mit dem Erweiterungsbau entsteht eine nachhaltige, campusartige Schulanlage. Neben der architektonischen Qualität steht insbesondere ein energieeffizienter und ressourcenschonender Betrieb im Fokus. Auf dem Flachdach des Neubaus ist eine maximal mögliche Photovoltaikanlage vorgesehen. Sie ermöglicht die Produktion von erneuerbarer Energie direkt am Schulstandort. Das bestehende Hauptgebäude ist bereits Minergie-zertifiziert. Für den Erweiterungsbau wird ebenfalls eine entsprechende Nachhaltigkeitszertifizierung angestrebt.

 


Organisation / Planer

 

 Auftraggeber        

 Kanton Luzern

 Bauherr  Finanzdepartement
 vertreten durch  Dienststelle Immobilien, Rebecca Bauch, 041 228 47 52, rebecca.bauch@lu.ch
 Departement  BKD Bildung und Kultur
 Dienststelle  Gymnasialbildung
 Nutzer  Kantonsschule Reussbühl
 Architektur  Mike Guyer, Gigon Guyer Partner Architekten AG
 Gesamtplanung  Peter Huwyler, GKS Architekten AG