Wohnungsbau

Die Lage auf dem Wohnungsmarkt hat sich in den letzten Jahren in der gesamten Schweiz, aber auch im Kanton Luzern entschärft. Betrug 2013 der Leerwohnungsbestand im Kanton Luzern noch 0.70%, stieg dieser Wert kontinuierlich und erreichte 2016 den Wert von 1,07%. Dies ist der höchste Wert seit 2006. Die Hauptgründe für den Anstieg liegen in der hohen Zahl von neu erstellten Mietwohnungen (rund 3'000 Einheiten pro Jahr), der nachlassenden Nachfrage aufgrund der gedrosselten Zuwanderung sowie der verstärkten Nachfrage nach Wohneigentum. Durch die in den vergangenen Jahren erfolgten Senkungen des Referenzzinssatzes sind auch die Bestandesmieten kontinuierlich gesunken.

Trotz erhöhtem Angebot sind die Angebotsmieten in den vergangenen Jahren auch im Kanton Luzern substanziell gestiegen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, fördert der Kanton daher den gemeinnützigen Wohnungsbau mithilfe verschiedener Massnahmen. Der geringe kantonale Bestand von Wohnbauland basiert meistens aufgrund von Projektentwicklungen wie am Seetalplatz in Emmen oder Obfildern in Ebikon. Der Kanton Luzern versucht bei solchen Projekten auf die Bedürfnisse der Gemeinnützigkeit Rücksicht zu nehmen.